Als Bau(m)herrin gestern abend nach Hause kam, waren zwei Anrufe aus der Zollzentrale auf dem AB - leider ohne Nachricht. Wir schlafen inzwischen gegen 20:30 Uhr (Gruß an die Konfirmation) ein, heute morgen um 5:00 Uhr sind wir mit leichtem Erstaunen und Gittermuster auf der linken Wange erwacht. Denn wir lagen noch auf dem Sofa. Der Film muss gut gewesen sein.
Weder um 19:30 Uhr noch um 5:30 Uhr kann man Behörden zurückrufen. Bank/Versicherung, das unbau(m)liche Leben und die Bau(m)stelle ermöglichten keinen Rückruf am Vormittag. Dank Chauffeursdienst für Nachwuchs kommen wir gegen 14:30 Uhr in Mietwohnung an, wollen eigentlich gleich wieder zurück an Bau(m)stelle. Die armen Rennmäuse dürfen nicht alleine frieren müssen. Da meldet AB drei weitere Anrufe aus Zollbehörde. Kurzer Rückruf, wir landen bei Behördenleiter. Dieser hat von umgänglich auf super-duper-umgänglich geschaltet. Er hat mit den betroffenen Mitarbeitern Rücksprache gehalten und sich über uns informiert. Erste Botschaft: "Ihr Fall ist abgeklärt, keinerlei Anlass zur Sorge."
Uff. Aber was mach ich, wenn Heckenmann Freunde meldet, die auf einen Kaffee vorbeikommen?
"Wegen uns müssen Sie sich da keine Sorgen machen. Wir wissen, dass es Menschen gibt, die sich festbeißen."
"Sie werden einem Heckenmann also nicht mehr Glauben schenken als uns? Der kann doch alles mögliche aufschreiben."
"Nein, wissen Sie, es gibt hier Menschen, die rufen uns täglich an. Machen Sie sich keine Sorgen. Aber wenn dieser Herr weiter hinter Ihren Bäumen beobachtet, sollten Sie ihn anzeigen. Wegen Belästigung, da gibt es so einen modernen Begriff, der zieht noch besser."
"Meinen Sie Stalking?"
"Ja genau, das wird jetzt sehr ernst genommen, und das zu Recht. Notieren Sie sich die Zeit, als er das letzte Mal da war, am besten ist, wenn Sie Zeugen haben."
"Meine Wunderwaffenschaft hat ihn ebenfalls gesehen."
"Ausgezeichnet, notieren Sie es jetzt. Und wenn er das nächste Mal bei Ihnen um die Ecke beobachtet, rufen Sie sofort die Polizei an."
"Ähm, ich mache so etwas nicht gerne."
"Das kann ich gut verstehen, aber in solchen Fällen kann ich Ihnen aus Erfahrung sagen: warten Sie nur nicht zu lange ab. Je länger Sie abwarten, desto schlimmer wird es."
Er erklärt ausführlich, unter welchen Umständen seine Behörde welche Maßnahmen ergreift. Die Details werde ich nicht veröffentlichen, denn Bauherren sind in allerseltensten Fällen davon betroffen und alle genannten Fälle versteht der gesunde Menschenverstand. Einen Rat gibt er jedoch, der weniger mit seinem Gebiet, eher mit unserer Bauherrensicherheit zu tun hat: "Lassen Sie sich den Gewerbeschein zeigen. Wenn er sehr jung ist, lassen Sie sich Referenzen nennen und prüfen Sie sie."
Im Falle Wunderwaffe hatte ich die Referenzen, aber der Rat ist dennoch wertvoll. Wunderwaffe selbst hätte kein Problem gehabt, uns den Gewerbeschein zu zeigen.
Und dann noch einmal eindringlich: "Wenn der Heckenmann das nächste Mal hinter dem Baum steht, zögern Sie nicht! Wir Behörden sind dafür da, lassen Sie sich durch Rücksicht auf uns nicht abhalten. Sie müssen sich schützen. Was Sie einmal zulassen, wird ein zweites Mal, ein drittes Mal und dann ständig passieren. Er darf Sie nicht belästigen, wir haben eine klare Rechtslage."
Er hat nie und mit keinem Wort angedeutet, dass die Untersuchtung unserer Bau(m)stelle auf Basis einer Anzeige stattgefunden hat. Er hat lediglich berichtet, dass es Menschen gibt, die wissen wollen, wie die Untersuchung ausging. Was er nicht berichten darf. Dass es Menschen gibt, die täglich anrufen. Bevorzugt anonym...
Und dass ich unbedingt das nächste Mal sofort Anzeige erstatten solle.
Wer will, der denke sich seinen Teil.
Donnerstag, 22. März 2007
Rückblende: Seriöse Makelei
Aus gegebenem Anlass werfen wir einen kleinen Blick darauf, wie das Häusle überhaupt in Bau(m)herrschaften-Horizont rückte. Hier die Annonce:
Die "kleinen Schönheitsfehler" hätten bei genauerem Betrachten die Familienrefugiums-Kapitalanleger-Phantasien auf ein Niveau von 0,00% schrumpfen lassen.
Kleiner Schönheitsfehler Nr. 1 ist ein unkündbarer Mieter im EG des Neubaus. Die Familie hätte ihr Refugium in einem völlig verschimmelten bodenlosen UG gründen dürfen.
Schönheitsfehler Nr 2-4 hätten den Grundstein für ein entspanntes Nachbarschaftsverhältnis zwischen Altbau- und Neubaufamilie gelegt. Denn der Strom für den Altbau wird (unzulässigerweise) durch den Neubau geschleift. Während das Telefon von Altbau in Neubau läuft.
Malen wir uns die Zukunft der traumhaften Höhenlage beim nächsten Regenschauer aus. Zwei Familien haben vertrauensvoll ihre finanzielle Situation an Hand der Angaben von Frau Powermakelei gestaltet und richten sich in den Häusern ein.
Familie Neubau lebt im Gammel-Refugium und versucht, den Hauptmieter aus dem EG zu klagen. Chancenlos. Da läuft das im Altbau gesammelte Regenwasser wie üblich in den Neubau.
Familie Neubau bittet Familie Altbau, die Regenwasserrohre umzubauen. Dafür reicht Budget von Familie Altbau nicht aus, sie muss gerade die geknallte Heizung ersetzen. Familie Altbau findet, Neubau-Familie könne sich ebensogut mit dem Mieter im EG abfinden und statt zu prozessieren den Kanal freifräsen lassen. Schließlich sind das deren Kiefer und Ahorn, die die Regenwassersuppe überlaufen lassen.
Wieviel Nerven und Geduld kann eine Familie aufbringen, um in dieser Situation der Verlockung einer gekappten Telefon- und Stromleitung zu widerstehen?
Schöne Höhenlage mit kleinen Schönheitsfehlern In bester X-Wohnlage können wir hier ein ausgesprochen interessantes Objekt anbieten.Der aufmerksame Leser wird erkannt haben, dass es sich bei dem 'großzügigen Familienrefugium' um unseren seligen Neubau handelt. Der Kostenvoranschlag für das gesamte Refugium betrug maximal 65.000 Euro. Mal sehn, ob wir damit wenigstens das UG hinbekommen. Ohne die von Frau Powermakel in der Renovierung enthalten bodentiefen Fenster im Westwald.
Auf einem 530 qm großen Grundstück steht ein Einfamilienhaus aus dem Baujahr 1968 umgeben von einem schönen Grundstück. Mit ein paar Ideen lässt sich das Gebäude zu einem großzügigen Familienrefugium umbauen.
Die Halbhöhenlage mit der Nähe zu den Schulen, zur Y, die Stadtverkehrsanbindung an die Innenstadt und die ausgesuchte Ruhe, das macht diese Immobilie zu einem echten Juwel.
Die notwändigen Renovierungsmaßnahmen sind bei der Kaufpreisgestaltung mehr als berücksichtigt worden.
Unsere Empfehlung: Unbedingt ansehen !!
Einen Kostenvoranschlag für die Renovierung bringen wir gleich mit. Auch für Kapitalanleger höchst interessant !
Die "kleinen Schönheitsfehler" hätten bei genauerem Betrachten die Familienrefugiums-Kapitalanleger-Phantasien auf ein Niveau von 0,00% schrumpfen lassen.
Kleiner Schönheitsfehler Nr. 1 ist ein unkündbarer Mieter im EG des Neubaus. Die Familie hätte ihr Refugium in einem völlig verschimmelten bodenlosen UG gründen dürfen.
Schönheitsfehler Nr 2-4 hätten den Grundstein für ein entspanntes Nachbarschaftsverhältnis zwischen Altbau- und Neubaufamilie gelegt. Denn der Strom für den Altbau wird (unzulässigerweise) durch den Neubau geschleift. Während das Telefon von Altbau in Neubau läuft.
Malen wir uns die Zukunft der traumhaften Höhenlage beim nächsten Regenschauer aus. Zwei Familien haben vertrauensvoll ihre finanzielle Situation an Hand der Angaben von Frau Powermakelei gestaltet und richten sich in den Häusern ein.
Familie Neubau lebt im Gammel-Refugium und versucht, den Hauptmieter aus dem EG zu klagen. Chancenlos. Da läuft das im Altbau gesammelte Regenwasser wie üblich in den Neubau.
Familie Neubau bittet Familie Altbau, die Regenwasserrohre umzubauen. Dafür reicht Budget von Familie Altbau nicht aus, sie muss gerade die geknallte Heizung ersetzen. Familie Altbau findet, Neubau-Familie könne sich ebensogut mit dem Mieter im EG abfinden und statt zu prozessieren den Kanal freifräsen lassen. Schließlich sind das deren Kiefer und Ahorn, die die Regenwassersuppe überlaufen lassen.
Wieviel Nerven und Geduld kann eine Familie aufbringen, um in dieser Situation der Verlockung einer gekappten Telefon- und Stromleitung zu widerstehen?
Oh Du Selige...r Neubau
Bau(m)herrin liegen inzwischen die Protokolle des Diagnosetages vor. Der 'Neubau' ist von 1965, also nur neu im Verhältnis zum Altbau. Sein EG ist vermietet, ursprünglich war vorgesehen, die gesamte Technik zu belassen. Lediglich eine Tiefensonde sollte gebohrt werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt anzuschließen, wenn das Haus umgerüstet wird.
Inzwischen haben wir im UG Rohbaustatus erreicht, außerdem gibt das Heizung-Sanitär-Protokoll neuen Anlass zum Grübeln:
Wir blättern schnell im Altbau-Dachprotokoll, da war doch eine hübsche Überraschung. Ja, hier ist sie: die Biberschwanz-Dachziegel werden noch 10 Jahre lang halten. Bau(m)herrin wird, nachdem sie sich von Tapete losgelöst hat, die Biberschwänze bis 2012 soweit aufgemöbelt haben, dass sie es noch 5 Jahre länger machen. Nehmen wir den Posten aus dem Budget und setzen ihn im Neubau ein.
Elektrik-Meister hat sich leider nicht zum Neubau-UG geäußert. Ob das bedeutet, dass wir wenigstens das lassen können? No news are good news - alles wird gut.
Inzwischen haben wir im UG Rohbaustatus erreicht, außerdem gibt das Heizung-Sanitär-Protokoll neuen Anlass zum Grübeln:
- Wasserleitungen:
- Gefahr von Rohrbrüchen sehr hoch,
- Rohrquerschnitte zu groß dimensioniert -> hoher Wärmeverlust
- Kein Wasserfilter
- Heizungsleitungen:
- Rohre sollten ersetzt werden
- Heizköper sollten ersetzt werden
- Abläufe:
- sollten auf Grund des Alters und der Dimensionierung erneuert werden
- UG nicht über Rückstauverschluss gesichert
- Heizung:
- Anlagenbaujahr 1991
- Warmwasserspeicher 165l
- Auf Grund des Alters und der Energieeinsparung zu ersetzen
- Heizungskamin mit Edelstahlkamineinsatz saniert -> zu groß -> nur als Zuluftschacht für Abgasleitung nutzbar (??)
- Tankanlage einwandig
- Auffangwanne entspricht nicht Anforderungen
- Ölleitung muss auf 1-Strang umgerüstet werden!!
- In Ölleitung zu Brenner fehlt Absicherung (Magnet- oder Heberventil)
- Sanitäre Anlagen:
- sehr alt + kein guter Zustand
- Rinnen und Verwahrungen
- schlechter Zustand, z.T. verrostet + mit Löchern
Wir blättern schnell im Altbau-Dachprotokoll, da war doch eine hübsche Überraschung. Ja, hier ist sie: die Biberschwanz-Dachziegel werden noch 10 Jahre lang halten. Bau(m)herrin wird, nachdem sie sich von Tapete losgelöst hat, die Biberschwänze bis 2012 soweit aufgemöbelt haben, dass sie es noch 5 Jahre länger machen. Nehmen wir den Posten aus dem Budget und setzen ihn im Neubau ein.
Elektrik-Meister hat sich leider nicht zum Neubau-UG geäußert. Ob das bedeutet, dass wir wenigstens das lassen können? No news are good news - alles wird gut.
Heizen - Pumpen - Puffern
Wie bereits erwähnt, planen wir eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung und Photovoltaik.
Meisterarchitekt hat inzwischen eine "Prognose über geologische Gegebenheiten zu Errichtung einer Erdwärmesondenanlage" eingeholt:
Eine diesbezügliche Expertenumfrage ergab kein klares Bild - bisher war niemandem eine Erdbeben-Tiefensonde bekannt. Höchstens in Zusammenhang mit Basel. Uns geht es jedoch nicht darum, ob die Bohrung ein Erdbeben auslöst sondern darum, ob die Tiefensonde ein Erdbeben überleben wird. Seit diesem Jahr sind wir in die höchste Gefahrenzone eingestuft, wenn die Natur sich an die behördliche Einstufung hält, sollten wir abgesichert sein. Spekulationen, wo sich Schichten wie weit bewegen, wieviel das Betonit abfangen kann und ob die Sonde in sich flexibel ist, endeten regelmäßig mit besorgtem Bau(m)herinnen-Grmpf.
Vorgestern dann hat Bank-Dame die Bau(m)herrinnen-Anfrage abgeklärt: die Sonde ist in der Hausratversicherung mitversichert, die Erdbeben-Selbstbeteiligung liegt in erträglichem Rahmen. Soll die Versicherung sich ab jetzt mit Basel beschäftigen, wir werden bohren und uns der Frage nach vernünftiger Kombination der diversen Energiequellen widmen.
Wir befinden uns in derBrainstormingIdeensammelphase.
Kürzlich erreichten uns dazu ein paar Hilfestellungen aus der Bau(m)verwandschaft, u.a. eine Beschreibung einer kürzlich in saniertem Altbau installierten Anlage:
Laut vorangehendem Telefonat wird die überschüssige Solar-Energie in's Erdreich um die Wärmepumpe geleitet. Wenn Bau(m)herrin es richtig verstanden hat...
Was wir bisher haben:
Meisterarchitekt hat inzwischen eine "Prognose über geologische Gegebenheiten zu Errichtung einer Erdwärmesondenanlage" eingeholt:
Die geologischen Gegenheiten an dem Standort X in Y sehen nach der Geologische Karte Z wie folgt aus:Bau(m)herrin ihrerseits hat sich um die Frage der Erdbebengefahr gekümmert. Ein Heizungsbauer (der natürlich keine Wärmepumpen im Programm hat) hatte gewarnt, dass die Tiefensonde beim nächsten Erdbeben hinüber, weil zerquetscht sei.
Die Anlage von Erdwärmesonden ist in diesem Bereich nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden ohne Tiefenbeschränkung möglich. Mit bohrtechnischen Schwierigkeiten ist nicht zu rechnen.
- Zeiteinheit: Keuper
- Schichtenfolge: Knollenmergel -> Stubensandstein -> Bunte Mergel
Einschränkungen aufgrund von Grundwassernutzungen gibt es nach Angaben des Landratsamtes Y keine, die Lage ist außerhalb von Wasserschutzgebieten.
Eine diesbezügliche Expertenumfrage ergab kein klares Bild - bisher war niemandem eine Erdbeben-Tiefensonde bekannt. Höchstens in Zusammenhang mit Basel. Uns geht es jedoch nicht darum, ob die Bohrung ein Erdbeben auslöst sondern darum, ob die Tiefensonde ein Erdbeben überleben wird. Seit diesem Jahr sind wir in die höchste Gefahrenzone eingestuft, wenn die Natur sich an die behördliche Einstufung hält, sollten wir abgesichert sein. Spekulationen, wo sich Schichten wie weit bewegen, wieviel das Betonit abfangen kann und ob die Sonde in sich flexibel ist, endeten regelmäßig mit besorgtem Bau(m)herinnen-Grmpf.
Vorgestern dann hat Bank-Dame die Bau(m)herrinnen-Anfrage abgeklärt: die Sonde ist in der Hausratversicherung mitversichert, die Erdbeben-Selbstbeteiligung liegt in erträglichem Rahmen. Soll die Versicherung sich ab jetzt mit Basel beschäftigen, wir werden bohren und uns der Frage nach vernünftiger Kombination der diversen Energiequellen widmen.
Wir befinden uns in der
Kürzlich erreichten uns dazu ein paar Hilfestellungen aus der Bau(m)verwandschaft, u.a. eine Beschreibung einer kürzlich in saniertem Altbau installierten Anlage:
- Solar Wolf Lichtblick Vakuumröhren 7,1 qm
- + 400l Standspeicher (BWS-2-400)
- -> Solares Heizen (FBH) mit CPS 2.2. Regelung und zweiter Pumpe
- gleichzeitig Puffer für Wärmepumpe
- Wärmepumpe: kein R 407 C oder Stoffgemische mit Temperaturglide verwenden!
Laut vorangehendem Telefonat wird die überschüssige Solar-Energie in's Erdreich um die Wärmepumpe geleitet. Wenn Bau(m)herrin es richtig verstanden hat...Was wir bisher haben:
- EG wird durchgehend gefliest, daher Fußbodenheizung in Trockenbauweise, das lichte Maß der bisher 1,90m hohen Türen wird um ??cm verkürzt.
- Im DG bleiben die vorhandenen Dielen, daher wird die Heizung in Wand verlegt. Bau(m)herrin wünscht sie in den Dachschrägen, da dort die wenigsten Nägel reingehauen werden. Hat jemand Erfahrung mit Dachschrägen-Wandheizung?
- Im Badezimmer gibt es zweierlei sinnvolle Ansätze:
- elektrische Fußbodenheizung gegen kalten Boden in der Übergangszeit
- an Warmwasser gekoppelter beheizter Handtuchhalter
- für Solar/Photovoltaik ist das Altbau-Dach am günstigsten, eventuell kommt die Westseite des Neubaus in Frage
Mittwoch, 21. März 2007
Tapete beendet - Haustechnik will geplant sein
Die Heizung ist seit gestern ausgefallen und wir werden jetzt kein Ölheizungs-Praktikum machen, um demnächst auf Wärmepumpe umzustellen. Das Wetter verhält sich ähnlich vernünftig - mit gefrorenem Atem haben wir (Rakete + ein Zehntel Bau(m)herrin) die letzten Reste an Tapete abgeschruppt. Der Heckenmann von gestern ward nicht mehr gesehen - vielleicht war ihm der Auftritt doch peinlich?
Es gibt noch offenen Fragen dazu, z.B. ab wann eine Baustelle eine Baustelle ist. Oder was passiert, wenn der Heckenmann andere Zeiten notiert als wir. Aber Zollstelle und Bau(m)herrin bleiben im Kontakt und werden die Fragen lösen.
Wenden wir uns jetzt der Planung, insbesondere der Technik zu. Heute morgen war Besprechung mit PC-Doktor. Der will nicht die Kat-7-Kabel verlegen, die Meisterarchitekt empfiehlt. Die seien schwierig zu verlegen und sehr empfindlich, beim kleinsten Knick habe man doch wieder ein Kat-6-Kabel. ???
Dafür sprach er die Möglichkeit eines Multimedia-Servers an. Meisterarchitekt warnt vor Kosten, anerkennt aber Bau(m)herrinnen-Argument der ewig offen herumfahrenden CD's und DVD's, die Bau(m)herrin einfach nicht in den Griff bekommt. Zu viele Teilnehmer.
Bau(m)herrin will grundsätzlich so wenig Kabel und Einzelgeräte wie möglich. Wenn in Küche/Esszimmer ein Display zur Steuerung der Musik ist, sollte es auch zum Öffnen der Haustüre dienen. PC-Doktor schlägt Bus-System vor. Die Bus-Geschichte hat Bau(m)herrin bereits studiert, Jalousien und Sicherheitstechnik will sie nicht haben und nicht steuern. Daraufhin meint PC-Doktor, man könne die Türe/Klingel über Telefon bedienen. Telefone rauben Bau(m)herrin zur Zeit regelmäßig den Schlaf - das ist ihr suspekt. Außerdem haben die diversen Siemens-Schnurlos-Teile Telefonbücher und Menüführung durcheinander gebracht. Und nein, wir können nicht bei einem Modell bleiben, weil gelegentlich ein Kind seine Apfelschorle über das Teil schüttet. Versuche, das alte Modell doch noch zu bekommen, scheitern in diesem Bereich sogar bei ebay.
Und dann läuft das Telefon eh schon über DSL, Telefonie und die Fritzkarte. Inclusive Anrufbeantworter. Womit wir wieder beim Server gelandet wären.
Spätestens jetzt beginnen Bau(m)herrinnen-Planungsgedanken, sich im Kreis zu drehen. Um PC-Doktor völlig zu verwirren, beharrt sie auf vorhandene Geräte. Der Fernseh-Flachbildschirm hat eine PC-Schnittstelle - kein Problem. Aber der kleine transportable LCD-Fernseher liegt ihr auch am Herzen. Trotz des vernichtenden Testurteils. Denn:
Für das Arbeitszimmer schlägt PC-Doktor vor, die vorhandenen PC-Lautsprecher zu nutzen. Damit sind wir im Gegensatz zum verissenem Aquos nicht zufrieden zu stellen. Denn irgendwie vertragen sich Internet-Radio-Übertragung nicht mit dem Telefon. Regelmäßig hängt sich das Radio-Fenster auf, dann muss Bau(m)herrin unter den Tisch krabbeln (staubig - uäh) und Fritz-Stecker aus- und wieder einstecken, weil sich die Fritz-Box aufgehängt hat. Das macht sie inzwischen routinemäßig, obwohl Telefon meldet, dass der Teilnehmer aufgelegt hat. So etwas kann Freundschaften gefährden.
Wir wissen die 5-geteilte-Sound-Anlage zu schätzen, obwohl sie uns aktuell kabeltechnisch das Mietwohnheim verschandelt. Die kommt in's Wohnzimmer, kein noch so 7-teiliges System wird uns davon abhalten..
Der Rest darf gerne ganz normales, vernünftig ausgerichtetes Stereo sein. Wir wünschen eine (einzige und übersichtliche) Menüstruktur, Bedienungen (ob Display oder Fernbedienung), die möglichst nicht auffallen, sondern einfach nur die gewünschte Musik abspielen.
Die Soundqualität sollte nach Stereo-Maßstäben sehr gut sein. Aber wir wollen nicht mit unseren Gästen in eine Diskussion vertieft werden, wo in dem vermaledeiten Teil wir das Lied finden, das wir eigentlich hören wollen. Sonst haben wir wieder einen unkommunikativen Abend mit mindestens 5 programmierenden Gästen (männlich) und 12 unzufriedenen Gästen (weiblich) und müssen sechs Wochen damit verbringen, das ganze Zeugs für uns handhabbar zurück zu programmieren.
So, das war der Kriterienkatalog 'Haustechnik'. Irgendwie schwant uns, dass die Wärmepumpe alles wieder umwerfen wird.
Es gibt noch offenen Fragen dazu, z.B. ab wann eine Baustelle eine Baustelle ist. Oder was passiert, wenn der Heckenmann andere Zeiten notiert als wir. Aber Zollstelle und Bau(m)herrin bleiben im Kontakt und werden die Fragen lösen.
Wenden wir uns jetzt der Planung, insbesondere der Technik zu. Heute morgen war Besprechung mit PC-Doktor. Der will nicht die Kat-7-Kabel verlegen, die Meisterarchitekt empfiehlt. Die seien schwierig zu verlegen und sehr empfindlich, beim kleinsten Knick habe man doch wieder ein Kat-6-Kabel. ???
Dafür sprach er die Möglichkeit eines Multimedia-Servers an. Meisterarchitekt warnt vor Kosten, anerkennt aber Bau(m)herrinnen-Argument der ewig offen herumfahrenden CD's und DVD's, die Bau(m)herrin einfach nicht in den Griff bekommt. Zu viele Teilnehmer.
Bau(m)herrin will grundsätzlich so wenig Kabel und Einzelgeräte wie möglich. Wenn in Küche/Esszimmer ein Display zur Steuerung der Musik ist, sollte es auch zum Öffnen der Haustüre dienen. PC-Doktor schlägt Bus-System vor. Die Bus-Geschichte hat Bau(m)herrin bereits studiert, Jalousien und Sicherheitstechnik will sie nicht haben und nicht steuern. Daraufhin meint PC-Doktor, man könne die Türe/Klingel über Telefon bedienen. Telefone rauben Bau(m)herrin zur Zeit regelmäßig den Schlaf - das ist ihr suspekt. Außerdem haben die diversen Siemens-Schnurlos-Teile Telefonbücher und Menüführung durcheinander gebracht. Und nein, wir können nicht bei einem Modell bleiben, weil gelegentlich ein Kind seine Apfelschorle über das Teil schüttet. Versuche, das alte Modell doch noch zu bekommen, scheitern in diesem Bereich sogar bei ebay.
Und dann läuft das Telefon eh schon über DSL, Telefonie und die Fritzkarte. Inclusive Anrufbeantworter. Womit wir wieder beim Server gelandet wären.
Spätestens jetzt beginnen Bau(m)herrinnen-Planungsgedanken, sich im Kreis zu drehen. Um PC-Doktor völlig zu verwirren, beharrt sie auf vorhandene Geräte. Der Fernseh-Flachbildschirm hat eine PC-Schnittstelle - kein Problem. Aber der kleine transportable LCD-Fernseher liegt ihr auch am Herzen. Trotz des vernichtenden Testurteils. Denn:
- haben wir nicht den dort genannten Preis gezahlt (sind die irre?)
- ist die Bildqualität für das Format völlig ok
- kann man den Sendeteil mitnehmen und den Bildschirm problemlos an Steckdose anschließen
- haben wir bei dem Gerät kein Standby - liegt in der Natur der Sache
- wollen wir den Sound entkoppelt (wie schon beim stationären TV)
- kann man mit nichts Vergleichbarem in der Küche einen Film nachvollziehen, denn Aquos lässt sich mal kurz vom Kochen zum Spülen hieven. Ganz ohne Unterbrechung
- gilt Punkt 6. auch für Putzaktionen
- ist es, da vorhanden und praktisch (Kinder wissen, welchen Knopf bedienen) niemals durch 5 stationäre Bildschirme zu ersetzen
- ist Klein-Aquos einfach knuffig
- ist der Ordner für Bedienungsanleitungen bereits überfüllt
- muss Nachwuchs verhandeln, bevor mit Freunden die Nacht im Kinderzimmer am Bildschirm verbracht wird, gelegentlich kontert Muttern mit Putzaktion -> pädagogisch äußerst wertvoll!
Für das Arbeitszimmer schlägt PC-Doktor vor, die vorhandenen PC-Lautsprecher zu nutzen. Damit sind wir im Gegensatz zum verissenem Aquos nicht zufrieden zu stellen. Denn irgendwie vertragen sich Internet-Radio-Übertragung nicht mit dem Telefon. Regelmäßig hängt sich das Radio-Fenster auf, dann muss Bau(m)herrin unter den Tisch krabbeln (staubig - uäh) und Fritz-Stecker aus- und wieder einstecken, weil sich die Fritz-Box aufgehängt hat. Das macht sie inzwischen routinemäßig, obwohl Telefon meldet, dass der Teilnehmer aufgelegt hat. So etwas kann Freundschaften gefährden.
Wir wissen die 5-geteilte-Sound-Anlage zu schätzen, obwohl sie uns aktuell kabeltechnisch das Mietwohnheim verschandelt. Die kommt in's Wohnzimmer, kein noch so 7-teiliges System wird uns davon abhalten..
Der Rest darf gerne ganz normales, vernünftig ausgerichtetes Stereo sein. Wir wünschen eine (einzige und übersichtliche) Menüstruktur, Bedienungen (ob Display oder Fernbedienung), die möglichst nicht auffallen, sondern einfach nur die gewünschte Musik abspielen.
Die Soundqualität sollte nach Stereo-Maßstäben sehr gut sein. Aber wir wollen nicht mit unseren Gästen in eine Diskussion vertieft werden, wo in dem vermaledeiten Teil wir das Lied finden, das wir eigentlich hören wollen. Sonst haben wir wieder einen unkommunikativen Abend mit mindestens 5 programmierenden Gästen (männlich) und 12 unzufriedenen Gästen (weiblich) und müssen sechs Wochen damit verbringen, das ganze Zeugs für uns handhabbar zurück zu programmieren.
So, das war der Kriterienkatalog 'Haustechnik'. Irgendwie schwant uns, dass die Wärmepumpe alles wieder umwerfen wird.
Unerwarteter Besuch
Gestern mittag klebt Bau(m)herrin wieder an Paris Hilton, Wunderwaffe und Rakete sind ebenfalls im Altbau aktiv. Stimmung ist wie immer gut, Handy klingelt, Meisterarchitekt kündigt sein Kommen an.
"Jungs, jetzt wird gschafft, der Chef kommt gleich."
Wunderwaffe grinst: "Kind kommt von Schule?"
"Nein, Meisterarchitekt kommt."
Die beiden gehen in den Spitzboden, um die gestern abgesprochenen Stellen freizulegen. Es klingelt - das Kind steht unerwartet vor der Tür. Mittagsschule ist jetzt auf spätere Zeit verlegt. Gut, dass wir noch ein warmes LKW* übrig haben. Kind hilft mit an Tapete, klopft Bau(m)herrin kurz darauf auf die Schulter. "Schau mal, da ist jemand." Bau(m)herrin begibt sich in Vertikale, erwartet Meisterarchitekt. Der Kopf, der hier durch Türrahmen ragt, sieht nicht aus wie Meisterarchitekt. Nein, bitte nicht schon wieder jemand, der das Häusle mieten will, wenn wir fertig gearbeitet haben. Oder wissen will, warum wir die Bäume gefällt haben.
Der Herr wirkt irgendwie nicht freundlich. "Zollamt XY, wir kontrollieren Baustellen auf Schwarzarbeit." Jemand hat wieder auf 'fast forward' geschaltet, zwei springerbestiefelte Herren mit Pistole fragen gleichzeitig, laufen von Anwesenheitsliste zu Dachgeschoss, Bau(m)herrin hinterher. Auf Bau(m)herrins Frage erklären die Herren mit abweisendem Ton, dass sie durch die Gegend fahren und im Zufallsprinzip Baustellen kontrollieren, aber auch auf Anzeigen reagieren würden.
Bau(m)herrin weiß, dass hier alles in Ordnung ist. Sie weiß, dass staatliche Autorität eben gelegentlich autoritär sein muss und die beiden einen nicht immer angenehmen Job haben. Aber war es wirklich nötig, den immer höflichen und hilfsbereiten Rakete wie einen Schwerverbrecher die Spitzbodentreppe herunter zu führen?
Wunderwaffe und Rakete werden im Schlafzimmer gleichzeitig verhört, Bau(m)herrin setzt sich auf Bierbank und lächelt beruhigend. Jetzt ruft Meisterarchitekt durch die geöffnete Haustür. Die Atmosphäre wird einen Hauch entspannter. Meisterarchitekt: "Ihr seid in letzter Zeit verstärkt aktiv, was man so hört." Zollherren: "Echt? Wird das gesagt?"
Eine Frage ist halt auch eine Antwort.
Zollherren stellen fest, dass 'vorerst' alles in Ordnung zu sein scheint, verlassen die Bau(m)stelle. Sie wirken auf Bau(m)herrin wie eine Fussballmannschaft, die den Tabellenletzten nicht abservieren konnte.
Alle im Haus Anwesenden kehren zurück zur Arbeit. Wir besprechen weitere Vorgehensweise, Meisterarchitekt und Wunderwaffe untersuchen Schächte und Abortgruben, Wunderwaffe verweigert bei letzterer die Zusammenarbeit. Bau(m)herrin zofft sich mit Nachwuchs um die Tapete, Rakete schweigt und schrubbelt.
Meisterarchitekt und Nachwuchs verlassen Bau(m)stelle, wir machen uns an die Arbeit und sortieren das Geschehene. Wunderwaffes Spachtel in der Küche klingt weniger entspannt als sonst, Rakete und Bau(m)herrin schrubben Tapete im Wohnzimmer, sprechen wenig.
"Das ist uns in den ganzen Jahren noch nie passiert.", staunt Rakete kopfschüttelnd.
"Wie kann man beim Spazierenfahren in unserem Sackgassenzipfele landen?", fragt sich Bau(m)herrin.
"Ich glaube, das war Anzeige."
"Ja, irgendwie ist das alles seltsam."
"Es könnte..." "Da war doch..." Wir reden beide gleichzeitig, kommen unabhängig voneinander auf dieselbe Möglichkeit.
Das Zimmer ist fertig, Bau(m)herrin ruft Kaffeepause aus. Wunderwaffe hat auch gebrütet. Er wird seinen Lieferwagen umgehend mit Werbung und Telefonnummer bekleben lassen, denn Meisterarchitekt hatte darauf hingewiesen, dass gelegentlich Handwerker Anzeige erstatten, wenn sie unbeschriftete Lieferwagen vor Baustellen sehen.
"Aber das waren keine Handwerker, die kommen hier gar nicht vorbei. Ich glaube, das war...", grübelt Wunderwaffe weiter. Wir haben alle drei denselben Gedanken. Letzte Woche hatte die Klette all die seltsamen Fragen gestellt. z.B., ob Wunderwaffe alles auf der Bau(m)stelle mache und ob er wirklich einen Gewerbeschein besitze. Egal, wir haben nichts zu verbergen und werden versuchen, alles zu vergessen. Am Abend verpacken wir die Ofenfliesen, Wunderwaffe klopft vor der Haustür Tapetenschnitzel von Bau(m)herrinen-Knie und alle lachen wieder.
Wir springen in die Autos, Bau(m)herrin saust mit Sophie um die Ecke - was ist denn das? Eine Gestalt löst sich von serbischer Fichte, läuft seltsam krumm zur Nachbarshecke, stellt sich dort in den Eingang. Äm, kann ihm jemand mal sagen, dass die Buchenhecke zu kahl ist, um sich dahinter zu verstecken, und wenn er sich noch in den Eingang quetscht? Bau(m)herrin bleibt auf seiner Höhe stehen, ist ihm etwa übel? Nach einer halben Ewigkeit dreht er den Kopf, Bau(m)herrin nickt grüßend, doch die Gestalt läuft weiter Richtung nix wie weg.
Wunderwaffe und Rakete betrachteten das ganze Schauspiel von der Kreuzung aus und reiben sich ungläubig die Augen. Das alles scheint wie ein schlecht geschriebenes Theaterstück. Wir alle haben die Klette erkannt. Wir werden uns zu den näheren Hintergründen nicht öffentlich äußern, denn wir halten uns an den Verfasser der Nationalhymne, Hofmann von Fallersleben:
Anruf bei Lieblingsverwaltungsjurist - dieser vermutet auch, dass das so einfach nicht gehen kann. Empfiehlt, einen gemeinsamen Freund anzurufen, der sich auf solche Fragen spezialisiert hat. Noch ein passionierter Bürgerrechtler ;-). Dieser ist im letzten Jahr umgezogen, seine Telefonnummer steht nicht mehr im Telefonbuch. Ein kurzer Blick in google zeigt schnell, warum die Nummer privat geschaltet wurde. Sein Name wird in allen einschlägigen rechtsextremen Foren angeprangert...
Update: eben mit der zuständigen Dienststelle telefoniert. Eigentlich dürfen sie ein Privathaus nicht so einfach betreten. Es kann sein, dass sie gerufen haben, aber die Klingel wäre besser gewesen. Und eigentlich wäre es nicht notwendig gewesen, Rakete beim Treppensteigen so abzusichern. Der Dienststellenleiter (sehr umgänglich) wird die genaue Situation klären und sich wieder melden.
Damit hier nichts in den falschen Hals kommt: wir haben nicht vor, Anzeige zu stellen oder ähnliches. Es geht um Verstehen und Abklären. Sollten Formalien nicht eingehalten worden sein, ist es gelegentlich gut, wenn man daran erinnert, oder nicht?
*LKW = Leberkäsweckle = Leberkäsebrötchen
"Jungs, jetzt wird gschafft, der Chef kommt gleich."
Wunderwaffe grinst: "Kind kommt von Schule?"
"Nein, Meisterarchitekt kommt."
Die beiden gehen in den Spitzboden, um die gestern abgesprochenen Stellen freizulegen. Es klingelt - das Kind steht unerwartet vor der Tür. Mittagsschule ist jetzt auf spätere Zeit verlegt. Gut, dass wir noch ein warmes LKW* übrig haben. Kind hilft mit an Tapete, klopft Bau(m)herrin kurz darauf auf die Schulter. "Schau mal, da ist jemand." Bau(m)herrin begibt sich in Vertikale, erwartet Meisterarchitekt. Der Kopf, der hier durch Türrahmen ragt, sieht nicht aus wie Meisterarchitekt. Nein, bitte nicht schon wieder jemand, der das Häusle mieten will, wenn wir fertig gearbeitet haben. Oder wissen will, warum wir die Bäume gefällt haben.
Der Herr wirkt irgendwie nicht freundlich. "Zollamt XY, wir kontrollieren Baustellen auf Schwarzarbeit." Jemand hat wieder auf 'fast forward' geschaltet, zwei springerbestiefelte Herren mit Pistole fragen gleichzeitig, laufen von Anwesenheitsliste zu Dachgeschoss, Bau(m)herrin hinterher. Auf Bau(m)herrins Frage erklären die Herren mit abweisendem Ton, dass sie durch die Gegend fahren und im Zufallsprinzip Baustellen kontrollieren, aber auch auf Anzeigen reagieren würden.
Bau(m)herrin weiß, dass hier alles in Ordnung ist. Sie weiß, dass staatliche Autorität eben gelegentlich autoritär sein muss und die beiden einen nicht immer angenehmen Job haben. Aber war es wirklich nötig, den immer höflichen und hilfsbereiten Rakete wie einen Schwerverbrecher die Spitzbodentreppe herunter zu führen?
Wunderwaffe und Rakete werden im Schlafzimmer gleichzeitig verhört, Bau(m)herrin setzt sich auf Bierbank und lächelt beruhigend. Jetzt ruft Meisterarchitekt durch die geöffnete Haustür. Die Atmosphäre wird einen Hauch entspannter. Meisterarchitekt: "Ihr seid in letzter Zeit verstärkt aktiv, was man so hört." Zollherren: "Echt? Wird das gesagt?"
Eine Frage ist halt auch eine Antwort.
Zollherren stellen fest, dass 'vorerst' alles in Ordnung zu sein scheint, verlassen die Bau(m)stelle. Sie wirken auf Bau(m)herrin wie eine Fussballmannschaft, die den Tabellenletzten nicht abservieren konnte.
Alle im Haus Anwesenden kehren zurück zur Arbeit. Wir besprechen weitere Vorgehensweise, Meisterarchitekt und Wunderwaffe untersuchen Schächte und Abortgruben, Wunderwaffe verweigert bei letzterer die Zusammenarbeit. Bau(m)herrin zofft sich mit Nachwuchs um die Tapete, Rakete schweigt und schrubbelt.
Meisterarchitekt und Nachwuchs verlassen Bau(m)stelle, wir machen uns an die Arbeit und sortieren das Geschehene. Wunderwaffes Spachtel in der Küche klingt weniger entspannt als sonst, Rakete und Bau(m)herrin schrubben Tapete im Wohnzimmer, sprechen wenig.
"Das ist uns in den ganzen Jahren noch nie passiert.", staunt Rakete kopfschüttelnd.
"Wie kann man beim Spazierenfahren in unserem Sackgassenzipfele landen?", fragt sich Bau(m)herrin.
"Ich glaube, das war Anzeige."
"Ja, irgendwie ist das alles seltsam."
"Es könnte..." "Da war doch..." Wir reden beide gleichzeitig, kommen unabhängig voneinander auf dieselbe Möglichkeit.
Das Zimmer ist fertig, Bau(m)herrin ruft Kaffeepause aus. Wunderwaffe hat auch gebrütet. Er wird seinen Lieferwagen umgehend mit Werbung und Telefonnummer bekleben lassen, denn Meisterarchitekt hatte darauf hingewiesen, dass gelegentlich Handwerker Anzeige erstatten, wenn sie unbeschriftete Lieferwagen vor Baustellen sehen.
"Aber das waren keine Handwerker, die kommen hier gar nicht vorbei. Ich glaube, das war...", grübelt Wunderwaffe weiter. Wir haben alle drei denselben Gedanken. Letzte Woche hatte die Klette all die seltsamen Fragen gestellt. z.B., ob Wunderwaffe alles auf der Bau(m)stelle mache und ob er wirklich einen Gewerbeschein besitze. Egal, wir haben nichts zu verbergen und werden versuchen, alles zu vergessen. Am Abend verpacken wir die Ofenfliesen, Wunderwaffe klopft vor der Haustür Tapetenschnitzel von Bau(m)herrinen-Knie und alle lachen wieder.
Wir springen in die Autos, Bau(m)herrin saust mit Sophie um die Ecke - was ist denn das? Eine Gestalt löst sich von serbischer Fichte, läuft seltsam krumm zur Nachbarshecke, stellt sich dort in den Eingang. Äm, kann ihm jemand mal sagen, dass die Buchenhecke zu kahl ist, um sich dahinter zu verstecken, und wenn er sich noch in den Eingang quetscht? Bau(m)herrin bleibt auf seiner Höhe stehen, ist ihm etwa übel? Nach einer halben Ewigkeit dreht er den Kopf, Bau(m)herrin nickt grüßend, doch die Gestalt läuft weiter Richtung nix wie weg.
Wunderwaffe und Rakete betrachteten das ganze Schauspiel von der Kreuzung aus und reiben sich ungläubig die Augen. Das alles scheint wie ein schlecht geschriebenes Theaterstück. Wir alle haben die Klette erkannt. Wir werden uns zu den näheren Hintergründen nicht öffentlich äußern, denn wir halten uns an den Verfasser der Nationalhymne, Hofmann von Fallersleben:
Der größte Lump im ganzen Land,Im Laufe des Abends werden Bau(m)herrinnen-Instinkte durch Telefonat mit dem Nahen Osten reaktiviert. Ob die Herren höflich oder ruppig waren, ist eine subjektive Einschätzung, wird ihr erklärt. Aaaber: das Kind hat geklingelt, der Architekt hat durch offene Tür gerufen. Die beiden Herren standen einfach mitten im Haus. Ist das so in Ordnung? Bei uns ging alles gut, weil wir sauber sind. Gerade deshalb ermuntert mich der passionierte Bürgerrechtler, die Situation nochmal abzuchecken.
das ist und bleibt der Denunziant.
Anruf bei Lieblingsverwaltungsjurist - dieser vermutet auch, dass das so einfach nicht gehen kann. Empfiehlt, einen gemeinsamen Freund anzurufen, der sich auf solche Fragen spezialisiert hat. Noch ein passionierter Bürgerrechtler ;-). Dieser ist im letzten Jahr umgezogen, seine Telefonnummer steht nicht mehr im Telefonbuch. Ein kurzer Blick in google zeigt schnell, warum die Nummer privat geschaltet wurde. Sein Name wird in allen einschlägigen rechtsextremen Foren angeprangert...
Update: eben mit der zuständigen Dienststelle telefoniert. Eigentlich dürfen sie ein Privathaus nicht so einfach betreten. Es kann sein, dass sie gerufen haben, aber die Klingel wäre besser gewesen. Und eigentlich wäre es nicht notwendig gewesen, Rakete beim Treppensteigen so abzusichern. Der Dienststellenleiter (sehr umgänglich) wird die genaue Situation klären und sich wieder melden.
Damit hier nichts in den falschen Hals kommt: wir haben nicht vor, Anzeige zu stellen oder ähnliches. Es geht um Verstehen und Abklären. Sollten Formalien nicht eingehalten worden sein, ist es gelegentlich gut, wenn man daran erinnert, oder nicht?
*LKW = Leberkäsweckle = Leberkäsebrötchen
Dienstag, 20. März 2007
Juhu I bis II
Ja, nochmals danke liebes Wetter, genauso hatten wir es erwartet. Schnee und Frost und bibberschnatter.
Gestern am späteren Vormittag machen wir uns an Paris, nachdem alles bürokratische erstaunlich schnell erledigt ist. Die Heizung ist ausgefallen. Meisterarchitekt wird in drei Tapetenbahnen kommen. Um zwei Tapetenbahn klingelt Handy, die grüne Taste ist bereits tapetenvermatscht. Also noch mal eine Schicht draufgematscht. Meisterarchitekt meldet Schneetreiben auf der Straße. Blick aus dem Fenster: Huch, jetzt ist klar, warum der Handschuh an der Tapete anfrieren will. Eine Mischung aus Schnee und Hagel bladdert auf die Blütenlandschaft im Garten.
Um vier Tapetenbahn sind der Zauber weggeschmolzen und Meisterarchitekt angekommen. Drempel-Balken werden begutachtet, Wunderwaffe öffnet Lattung im Dachboden an vorbestimmten Stellen, Ergebnisse werden detailiert fotografiert. Die aufliegenden Balken sprechen für 'nicht tragend', die Verankerung des horizontalen Balkens für 'tragend'. Meister Statik wird an Hand der Bilder eine Differentialdiagnose erstellen.
Weiterer Rundgang ergibt folgende Punkte. Bau(m)herrin ist entzückt von Lichtspiel, das aus Anfeuerungsstelle auf Flurboden fällt. So richtig sieht man es erst, wenn es dunkel ist, dennoch hier eine Andeutung dessen, was gemeint ist:
Meisterarchitekt seinerseits ist inspiriert durch erste Einrichtungsansätze im Häusle. Volvic für Bau(m)herrin, Wundergetränkeautomat für Rennmausschaft, Tapetenlöser (schnell und gut) für jeden, der Lust auf etwas anderes hat. 88 Meter Brautschleier warten auf weiteren Einsatz. Oh, und nicht zu vergessen: vor dem gelben Becher der historische Klopapierhalter. Nein, er wird nicht zur Mausefalle umfunktioniert!
Hier der Konferenztisch:

Die Sprudelquelle wird bestaunt, saubere Arbeit, Wunderwaffe! Und dann, juhu I, bremst Meisterarchitekt Wunderwaffen-Elan: bevor verputzt wird, muss noch eine Stelle ausgesucht werden, an der das Mauerwerk offen bleiben darf. Bau(m)herrin hüpft vor Freude auf und ab, plant für 2015 bis 2018, mit Mörtelentferner an Mauer festzukleben. Nach vollendetem Werk könnte man ja die empflindliche Stelle mit Isolierglas wärmedämmen. Oder so...
Aber das war noch nicht alles aus Meisterarchitekten-Wundertüte. An der Sprudelquelle bemerkt Bau(m)herrin so ganz nebenbei, dass ihre geliebtenSollnhofer Solnhofener bisher alle Aktionen überlebt haben. Meisterarchitekt hat trotz falscher Bau(m)herrinen-Schreibweise die Solnhofener-website ergoogelt und will sich erkundigen, ob man die Fliesen zum Trommeln in's Werk schicken kann. Er rechnet damit, ca. 70 Prozent unserer Solnhofener dann als Bruchplatten verlegen zu können. Juhu II, ähnliche Überlegungen hatte Bau(m)herrin auch schon angestellt. Was Meisterarchitekt wohl letztendlich überzeugt hat? Der Urvogel oder die Römer:
Eine seltsame Kreatur mit Turnschuhen, Rucksack und rotem Schlapphut schlendert an der Straße vorbei. Bleibt stehen, gafft Bau(m)herrin an, Bau(m)herrin antwortet mit fragendem Blick. Was soll das? Ich bin kein Kinoplakat, sondern ein lebendiger Mensch. Roter Schlapphut (weiblich?) läuft vier Schritte weiter, dreht sich um und starrt schon wieder. Drei Starr-Runden später steht sie auf der Treppe und gafft erneut. "Wenn Du jetzt nicht sofort aufhörst, klau ich Dir den Schlapphut und paniere ihn mit Tapetenmehl." Sie verbröselt sich endlich.
Wunderwaffe lässt sich durch nichts so leicht aus der Fassung bringen. Aber auch er findet inzwischen, dass die Gafferei hier unangenehme Formen annimmt. Vielleicht sollten wir den Hänsel-und-Gretel-Wald wieder reinstallieren, damit wir mit Tapeteneimer von Bäumchen zu Bäumchen huschen können, wenn wir von Altbau nach Neubau müssen.
Kurz bevor Bau(m)herrinnen-Körper von Schnattern auf Heftigzittern umschaltet, fahren wir zur Entwurfsbesprechung zu Stamm-Italiener. Meister-Architekt hat die Gaffer-Situation gut umgesetzt - Garage + Box + Carport ergeben mindestens 40% weniger Starrer-Einblick. Die Hemmschwelle zur Altbau-Treppe ist deutlich erhöht. Wir werden austesten, ob dann noch ein Tor nötig sein wird, denn das ist (mal wieder) teuer.
Die im Grundriss angedeutete Abgrenzung Richtung Osten übersetzt Bau(m)herrin stillschweigend in eine drei Meter hohe Mauer. Und wenn sie selbst das Ding bauen muss, wir haben ja von 2018 bis 2021 nichts zu tun.
Nach Baustellen-Uhr ist 14:30 Uhr der späte Nachmittag. Folglich war es in tiefer Nacht, als Bau(m)herrschaft mit Kind im Schneetreiben noch eine Baubegehung vornahm. Kind war am meisten fasziniert von den dicken, fetten Schneeflocken am Himmel. Hmpf. Immerhin waren die Balken noch cool und das Drempel-Fenster an der richtigen, weil einbeinigen Seite geplant. Im Räucherzimmer wurde immer noch die Nase gerümpft. Bau(m)herrin steht am Fenster und bewundert auf Befehl die Schneeflocken. Da kommt ihr die Erleuchtung: der Miefgeruch kommt aus dem (wieder und noch erwärmten) Heizkörper. Puhhh, kann morgen jemand ein paar Mal 100 Meter bohren bitte?
Gestern am späteren Vormittag machen wir uns an Paris, nachdem alles bürokratische erstaunlich schnell erledigt ist. Die Heizung ist ausgefallen. Meisterarchitekt wird in drei Tapetenbahnen kommen. Um zwei Tapetenbahn klingelt Handy, die grüne Taste ist bereits tapetenvermatscht. Also noch mal eine Schicht draufgematscht. Meisterarchitekt meldet Schneetreiben auf der Straße. Blick aus dem Fenster: Huch, jetzt ist klar, warum der Handschuh an der Tapete anfrieren will. Eine Mischung aus Schnee und Hagel bladdert auf die Blütenlandschaft im Garten.
Um vier Tapetenbahn sind der Zauber weggeschmolzen und Meisterarchitekt angekommen. Drempel-Balken werden begutachtet, Wunderwaffe öffnet Lattung im Dachboden an vorbestimmten Stellen, Ergebnisse werden detailiert fotografiert. Die aufliegenden Balken sprechen für 'nicht tragend', die Verankerung des horizontalen Balkens für 'tragend'. Meister Statik wird an Hand der Bilder eine Differentialdiagnose erstellen.
Weiterer Rundgang ergibt folgende Punkte. Bau(m)herrin ist entzückt von Lichtspiel, das aus Anfeuerungsstelle auf Flurboden fällt. So richtig sieht man es erst, wenn es dunkel ist, dennoch hier eine Andeutung dessen, was gemeint ist:
Meisterarchitekt seinerseits ist inspiriert durch erste Einrichtungsansätze im Häusle. Volvic für Bau(m)herrin, Wundergetränkeautomat für Rennmausschaft, Tapetenlöser (schnell und gut) für jeden, der Lust auf etwas anderes hat. 88 Meter Brautschleier warten auf weiteren Einsatz. Oh, und nicht zu vergessen: vor dem gelben Becher der historische Klopapierhalter. Nein, er wird nicht zur Mausefalle umfunktioniert!
Hier der Konferenztisch:
Die Sprudelquelle wird bestaunt, saubere Arbeit, Wunderwaffe! Und dann, juhu I, bremst Meisterarchitekt Wunderwaffen-Elan: bevor verputzt wird, muss noch eine Stelle ausgesucht werden, an der das Mauerwerk offen bleiben darf. Bau(m)herrin hüpft vor Freude auf und ab, plant für 2015 bis 2018, mit Mörtelentferner an Mauer festzukleben. Nach vollendetem Werk könnte man ja die empflindliche Stelle mit Isolierglas wärmedämmen. Oder so...
Aber das war noch nicht alles aus Meisterarchitekten-Wundertüte. An der Sprudelquelle bemerkt Bau(m)herrin so ganz nebenbei, dass ihre geliebten
Ein sehr harter und dichter, Kalkstein des Oberen Jura, oft mit dekorative Dendriten auf den Spaltflächen.Im Keller bedrängt Meisterarchitekt die Heizung so lange mittels Störungsknopf, bis sie nach viel Gestöhne und Gezeter doch losdröhnt. Die Lage des provisorischen Waschbeckens im Technikraum wird festgelegt, dann tauchen Meisterarchitekt und Wunderwaffe in die schimmeligen Tiefen des Neubau-UG ab. Bau(m)herrin erfriert indessen draußen vor der Tür. Studiert das Treppenhaus und versucht, den Meisterarchitekten-Entwurf zum Übergang zwischen Altbau-UG und Neubau-UG nachzubauen. Klappt, wir können sogar Hauptmieter-Zugang optisch (und akkustisch?) abtrennen.
Einer der härtesten und dichtesten Kalksteine überhaupt. Entstanden in einer flachen Lagune (max. 40 m Wassertiefe) zwischen Ries und Regensburg. Berühmte Fossilfundstelle (insgesamt ca. 755 Arten!), z.B. Flugsaurier, Insekten, Fische und der bekannte "Urvogel" Archäopteryx lithographica (bisher sind sieben Exemplare oder Teile gefunden worden).
Verwendung früher als Lithographiestein , Bodenplatten (bereits im römischen Lager Biriciana bei Weißenburg) und Dachstein, heute hauptsächlich spaltrau oder geschliffen zu Wand- und Bodenplatten, Treppen, Tischen.
Eine seltsame Kreatur mit Turnschuhen, Rucksack und rotem Schlapphut schlendert an der Straße vorbei. Bleibt stehen, gafft Bau(m)herrin an, Bau(m)herrin antwortet mit fragendem Blick. Was soll das? Ich bin kein Kinoplakat, sondern ein lebendiger Mensch. Roter Schlapphut (weiblich?) läuft vier Schritte weiter, dreht sich um und starrt schon wieder. Drei Starr-Runden später steht sie auf der Treppe und gafft erneut. "Wenn Du jetzt nicht sofort aufhörst, klau ich Dir den Schlapphut und paniere ihn mit Tapetenmehl." Sie verbröselt sich endlich.
Wunderwaffe lässt sich durch nichts so leicht aus der Fassung bringen. Aber auch er findet inzwischen, dass die Gafferei hier unangenehme Formen annimmt. Vielleicht sollten wir den Hänsel-und-Gretel-Wald wieder reinstallieren, damit wir mit Tapeteneimer von Bäumchen zu Bäumchen huschen können, wenn wir von Altbau nach Neubau müssen.
Kurz bevor Bau(m)herrinnen-Körper von Schnattern auf Heftigzittern umschaltet, fahren wir zur Entwurfsbesprechung zu Stamm-Italiener. Meister-Architekt hat die Gaffer-Situation gut umgesetzt - Garage + Box + Carport ergeben mindestens 40% weniger Starrer-Einblick. Die Hemmschwelle zur Altbau-Treppe ist deutlich erhöht. Wir werden austesten, ob dann noch ein Tor nötig sein wird, denn das ist (mal wieder) teuer.
Die im Grundriss angedeutete Abgrenzung Richtung Osten übersetzt Bau(m)herrin stillschweigend in eine drei Meter hohe Mauer. Und wenn sie selbst das Ding bauen muss, wir haben ja von 2018 bis 2021 nichts zu tun.
Nach Baustellen-Uhr ist 14:30 Uhr der späte Nachmittag. Folglich war es in tiefer Nacht, als Bau(m)herrschaft mit Kind im Schneetreiben noch eine Baubegehung vornahm. Kind war am meisten fasziniert von den dicken, fetten Schneeflocken am Himmel. Hmpf. Immerhin waren die Balken noch cool und das Drempel-Fenster an der richtigen, weil einbeinigen Seite geplant. Im Räucherzimmer wurde immer noch die Nase gerümpft. Bau(m)herrin steht am Fenster und bewundert auf Befehl die Schneeflocken. Da kommt ihr die Erleuchtung: der Miefgeruch kommt aus dem (wieder und noch erwärmten) Heizkörper. Puhhh, kann morgen jemand ein paar Mal 100 Meter bohren bitte?
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